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Warum Mehrweg auch für andere Segmente attraktiv wird
Die Verpackungswende betrifft längst nicht mehr nur klassische Bierfässer oder Brauereien mit hohem Einweganteil. Sie verändert den gesamten Getränkemarkt – und öffnet neue Perspektiven für Hersteller, Abfüller und Gastronomie jenseits etablierter Kategorien.
Während der Bierabsatz vielerorts stagniert, gewinnen andere Segmente an Relevanz: Wein in der Gastronomie, Fruchtsäfte im Lebensmitteleinzelhandel, Cocktail-Premixes im Eventbereich oder Nitro-Kaffee im To-go-Kanal.
Diese Getränke stellen ganz unterschiedliche Anforderungen an Verpackung und Logistik – und stehen gleichzeitig vor ähnlichen Herausforderungen:
Mit der neuen EU-Verpackungsverordnung (PPWR) steigen die Anforderungen an Verpackungssysteme deutlich. Einwegverpackungen geraten zunehmend unter Druck: Durch höhere EPR-Gebühren, strengere Pfandpflichten und neue Vorgaben zum Rezyklateinsatz verlieren sie an Attraktivität.
Gleichzeitig verpflichtet die PPWR Unternehmen dazu, verbindliche Rücklaufquoten einzuhalten, Mehrwegziele zu verfolgen und umfassende Nachhaltigkeitsnachweise zu erbringen. Verpackung muss künftig über den gesamten Lebenszyklus hinweg dokumentiert, bewertet und optimiert werden.
Die Folge: Es zählt nicht mehr nur das Einzelgebinde – sondern das gesamte System dahinter. Wirtschaftlichkeit, Rückverfolgbarkeit, Recyclingfähigkeit und Ressourceneffizienz rücken stärker in den Fokus als je zuvor.
Gerade in diesem Wandel liegt die Chance: Viele Getränke lassen sich heute wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll in skalierbare Mehrwegsysteme integrieren – vorausgesetzt, Gebinde, Infrastruktur und Rücknahmeprozesse sind aufeinander abgestimmt.
Entwicklungen in einzelnen Segmenten zeigen das deutlich:
Wein gewinnt insbesondere im Gastronomie- und Eventbereich an Bedeutung – häufig in Kombination mit Fasslösungen oder Bulk-Systemen. Bei Fruchtsäften steigen die Ansprüche an hygienische und recyclinggerechte Verpackungen – vor allem im Frischwarensortiment. Softdrinks und Siruplösungen geraten durch aufwendige Logistiksysteme und hohe Transportvolumina zunehmend unter Druck. Und mit dem wachsenden Markt für Cocktail-Premixes und Nitro-Kaffee entstehen neue Anforderungen an druckstabile und frischehaltende Ausschanksysteme.
In all diesen Szenarien bieten Edelstahl-Mehrweggebinde eine stabile Grundlage. Sie verbinden Langlebigkeit mit Rückverfolgbarkeit, Kreislauffähigkeit mit Wirtschaftlichkeit – und ermöglichen die Erweiterung bestehender Infrastrukturen auf neue Anwendungen und Zielgruppen.
Der Markt verändert sich – und genau darin liegt Potenzial. Nicht jedes Segment braucht ein eigenes System. Wer vorhandene Strukturen effizient nutzt, regulatorische Anforderungen proaktiv erfüllt und Verpackung als strategische Stellschraube begreift, kann neue Zielgruppen erschließen – und seine Verpackungsstrategie zukunftssicher aufstellen.
Unser aktuelles Whitepaper „Druck im Gebinde“ beleuchtet unter anderem:
Das Whitepaper unterstützt Unternehmen dabei, Klarheit zu gewinnen, fundierte Entscheidungen zu treffen und neue Potenziale gezielt zu erschließen.
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