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Die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR): Was auf die Getränkeindustrie zukommt

Die Verpackungswelt steht vor einem Umbruch. Mit der neuen EU-Verpackungsverordnung – der Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) – will die Europäische Union nicht weniger als eine Revolution im Umgang mit Verpackungen anstoßen. Ab August 2026 gelten die Vorgaben verbindlich. Und das betrifft nicht nur den klassischen Einzelhandel, sondern insbesondere die Getränkeindustrie – mit weitreichenden Folgen für Produktion, Logistik, Materialwahl und Rücknahmesysteme.

In diesem Beitrag geben wir einen ersten Überblick: Was steckt hinter der Verordnung? Welche Anforderungen kommen auf die Branche zu? Und warum lohnt es sich, jetzt zu handeln?

Was ist die PPWR überhaupt?

Die PPWR ist Teil des europäischen Green Deals und soll die bestehende EU-Richtlinie zu Verpackungen ersetzen. Im Zentrum steht ein klares Ziel: Weniger Abfall, mehr Kreislaufwirtschaft.

Dazu verpflichtet die Verordnung erstmals alle Unternehmen innerhalb der EU, ihre Verpackungssysteme grundlegend zu überdenken. Kernpunkte sind unter anderem:

  • Einführung verbindlicher Mehrwegquoten
  • Strengere Anforderungen an Rezyklateinsatz & Recyclingfähigkeit
  • Pfandpflichten und Kennzeichnungsvorgaben
  • Umfassende Reportingpflichten entlang der Lieferkette

Die PPWR setzt damit nicht auf Empfehlungen, sondern auf verbindliche Standards, die Unternehmen einhalten müssen, um ihre Produkte weiter vertreiben zu dürfen.

Warum ist die Getränkeindustrie besonders betroffen?

Verpackung ist im Getränkesektor nicht nur Träger, sondern Teil des Produkts. Haltbarkeit, Hygiene, Druckverhältnisse, Ausschankfähigkeit – all das hängt unmittelbar mit dem verwendeten Gebinde zusammen.

Gerade hier greift die PPWR tief – ob in der industriellen Abfüllung, im Getränkehandel oder der Gastronomie:

  • Viele klassische Einweglösungen werden deutlich unattraktiver.
  • Hersteller müssen nachweisen, wie oft und wie zuverlässig Verpackungen im Umlauf bleiben.
  • Systeme ohne klare Rückverfolgbarkeit und Rezyklatkonzept werden perspektivisch ausgeschlossen.

Der Handlungsdruck ist hoch – aber auch die Chance, sich frühzeitig strategisch neu aufzustellen.

Jetzt handeln heißt: Zeit gewinnen, Spielraum nutzen

Unternehmen, die jetzt aktiv werden, verschaffen sich wichtige Vorteile: Sie gewinnen Planungssicherheit, weil Prozesse, Lieferketten und Technologien frühzeitig angepasst werden können. Sie minimieren Kostenrisiken durch eine vorausschauende Umstellung auf effizientere Systeme. Und sie stärken ihre Marktposition, indem sie nachhaltige Lösungen glaubwürdig und sichtbar umsetzen – und damit Vertrauen bei Kundschaft, Partnern und Regulierungsbehörden schaffen.

Und jetzt? Überblick gewinnen. Strategie entwickeln.

Die neue Verpackungsverordnung betrifft nicht nur Materialien – sie verändert Systeme, Prozesse und ganze Geschäftsmodelle. Wer frühzeitig handelt, sichert sich nicht nur die Erfüllung regulatorischer Anforderungen, sondern legt auch den Grundstein für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit.

Unser aktuelles Whitepaper bündelt die wichtigsten Fakten, Fristen und Tools für Ihre Verpackungsstrategie – inklusive Checklisten, Pflichtenmatrix, Segmentanalysen und konkretem 12-Monats-Zeitplan.

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In den kommenden Wochen zeigen wir, wie Unternehmen die PPWR nicht nur umsetzen – sondern daraus tragfähige Verpackungssysteme, neue Zielgruppenstrategien und echte Wettbewerbsvorteile entwickeln.

Weitere Informationen

Kontakt

Burkhard Rarbach (Pressekontakt)

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+49 2735 787-547
Projektansprechpartner

Oliver Evering

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+49 2735-787-565